Wo gibts Lakritz, oder Österreich - eine Insel der LakritzUnseligen

August 28, 2017

Liebe Lakritzonauten, 

 

mit den 4 beschriebenen Lakritzsorten wurde ich nicht glücklich, das wissen wir vom 

letzten Blog. 

 

Das bunte Lakritzkonfekt ist für wahre Lakritzfans so etwas wie  alkoholfreies Bier für 

Biertrinker. Lakritz ist drin aber in homöopathischen Dosen. Die klassische Einsteigerlakritze 

eben. Es ist ein bißchen so wie wenn Engländer (nicht umsonst heißt das bunte Lakritzkonfekt 

auch englisches Lakritzkonfekt) Fisch wollen, und Fish&Chips meinen. 

 

Da ist der Lakritztaler schon ein anderes Kaliber. Mittelweich, bißfest, auch gut lutschbar, und schon richtig lakritzig. Das ist gute deutsche Lakritzmacherarbeit.  Bei uns bis heute eine der beliebtesten Sorten. 

 

Die Drogistendrops sind die ersten schmeckbaren Ableger der holländischen Lakritze. Süß,

schön herb, aber nicht salzig. 

 

Die Kreidelakritze ist ein richtiges Dragee- innen weiche Lakritze, dragiert mit einer Zuckerdecke. 

 

Das waren die 4 Sorten, die vor 22 Jahren verfügbar waren im süßen Eck. 

 

Die Suche begann in Östereich.  lokale Produzenten? - Fehlanzeige, Importeure und Großhändler - detto ("Wer will schon das pickige, schwarze Zeug !!!) 

 

Kann es denn sein, daß Österreich wirklich eine Insel der LakritzUnseligen ist?

Das gallische Dorf inmitten des europäischen Lakritzuniversums?

 

Deutschland liebt Lakritze (die Liebe verliert sich südlich von Frankfurt ein wenig 

- das ist nicht nur der Weißwurschtäquator sondern auch der Lakritzäquator, aber in 

Hamburg schwimmst du in Lakritze, sie überfällt dich in jedem noch so kleinen Supermarkt

oder Tankstellenshop) .

 

Holland detto - die wollen es zwar meist ein bißchen fluffiger, nicht so hart wie die Deutschen. aber das Angebot an holländischer Lakritze ist unüberschaubar groß.

 

Die Franzosen mischen gerne zur Lakritze ihre lieblichen Kräutlein dazu, am besten aus der Provence, (z.B. Lavendel). Heraus kommt meist Cachou oder ähnliches - gibts in jedem Kiosk 

in Frankreich. 

 

Die Italiener, die sagen, Sie habens erfunden. Und wahrlich,  die pure Lakritze kommt von dort. In Kalabrien wird die Lakritzwurzel geerntet und gleich verarbeitet (z.B. Amarelli). Also italienische Lakritze ist meist pur, ungesüßt, hart und nur wirklich etwas für wahre Lakritzliebhaber. 

 

Und bei den Skandinaviern ist es so, dass schon Babys mit der Muttermilch ein wenig 

Lakritz mitbekommen. Es geht die Mär, dass 5 Jährige, die keine Salmiaklakritze mögen, 

zur Adoption freigegeben werden, und als sippenfremd verstoßen werden. 

 

Ich fasste also aus hehren Motiven (Eigennutz und Geschäftsinteresse) den Entschluß: Das 

muss sich ändern. Lakritze kann doch in friedlicher Koexistenz mit Leberkäse, Marillenknödel,

Apfelstrudel und Wiener Schnitzel in den Mündern der Österreicher einen Stellenwert bekommen. 

 

Na dann schauen wir einmal, was daraus geworden ist. 

 

Mit einen seligen Lächeln nach dem Genuß einer Lakritzpastille entlasse ich Sie für heute

aus dem Lakritzuniversum 

 

euer

 

LaKornitz

 

 

 

 

 

 

 

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